14. Juli 2019

Social Media: Identifikation stärken

Der FC Bayern bringt es auf 17 Millionen Follower, der FC Schalke immerhin auf 7,9, der BVB auf 7,7. So viele Menschen bekunden ihre Gefolgschaft auf Instagram. Sie wollen Anteil haben an den geposteten Fotos und Videos ihrer Bundesligastars und werden durch den Online-Dienst, einem Facebook-Ableger, mit Bildchen, kurzen Filmchen und noch kürzeren Informationen versorgt. Vor allem bei jüngeren Nutzern steht Instagram hoch im Kurs. Sie sind es auch, die nicht nur den Stars und Sternchen folgen, sondern zu Akteuren auf der angesagten Plattform werden. So auch im eigenen Sportverein. Bei der DJK spielen Christopher Tinkloh, Johannes Wegmann und Alex Ortmeier Fußball. Überdies bespielen die drei die sozialen Netzwerke für den Verein. Und sind überzeugt: Facebook, Instagram und Co sind wichtig, um die Identifikation der Mitglieder mit ihrem Verein zu stärken.

Christopher Tinkloh betreut seit zwei Jahren den Facebook-Auftritt der DJK und ist so etwas wie der Pionier im eigenen Verein. Er veröffentlicht Termine, verlinkt Spielberichte und beantwortet Fragen. „Gerade für junge Leute ist ein solches Angebot sehr wichtig“, findet der 21-Jährige. „Wenn ein Verein dort unterwegs ist, ist das eine coole Adresse.“ Auf Instagram sind er und seine beiden Mitstreiter ebenfalls aktiv. Für sie, die zwischen 18 und 21 Jahre alt sind, hat die auf Bildern basierende Plattform Facebook als führenden Social-Media-Kanal abgelöst.

Dass auch kleinere Sportvereine über eine Fangemeinde im Netz verfügen, belegen die Follower-Zahlen einiger Grevener Clubs. Die DJK bringt es bei Instagram auf 241, Greven 09 auf 242. Noch zurückhaltend unterwegs ist der SC Reckenfeld (69). Dieser Verein hat den Kanal besonders für sich entdeckt. Die Luftfahrtvereinigung bringt es auf mehr Follower (538) als Mitglieder. Das alles wirkt überschaubar mit Blick auf die Millionen-Klicks bei den großen kommerziellen Fußballclubs. Dass aber auch diese Betrachtung relativ ist, zeigt ein Blick auf den weltweit am stärksten frequentierten Instagram-Kanal. Der portugiesische Fußballstar Christiano Ronaldo erreicht sage und schreibe 174 Millionen Abonnenten.  Bilder von sich vor einer Poollandschaft, im Kraftraum oder als Werbebotschafter eines Sportartikelherstellers ziehen ein Millionenpublikum an.

Auch die DJKler sind von der Strahlkraft der sozialen Netzwerke überzeugt. „Ich finde es wichtig, dass wir als Sportverein nach außen transportieren, was so abgeht“, erklärt Christopher Tinkloh. Und Johannes Wegmann ergänzt: „Die Reichweite wird immer größer. Wir pushen Informationen, gewinnen Mitglieder und nutzen die Kanäle als Werbeplattform.“

Noch sehen sich die drei als Pioniere in einer Vereinslandschaft, die eher zurückhaltend auf den Social-Media-Kanälen agiert. Doch sind sie davon überzeugt, dass die Bedeutung weiter zunimmt. Vor allem bei jungen Leuten wie ihnen. Und überdies: „Es macht Spaß“, meint Alex Ortmeier, der in der Ersten der DJK auf Torejagd geht, um anschließend einen Post abzusetzen.